
Zuständiges Gremium für den Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist der Bundesausschuss für Berufsbildung. Dieser ist mit Sachverständigen aus den Regional- und Fachbereichen sowie vom DEHOGA-Präsidium delegierten Fachleuten besetzt und garantiert in dieser Zusammensetzung die branchenbezogene Erörterung und Aufbereitung der anfallenden Sachprobleme, um hierdurch den DEHOGA-Beschlussgremien die Entscheidung in oft schwierigen Sachfragen zu erleichtern. Vertreter des Verbands der Köche Deutschlands (VKD), des Verbands der Servier- und Restaurantmeister (VSR), der Gastronomischen Akademie Deutschlands (GAD), der Industrie- und Handelskammern und die Direktoren der Hotelfachschulen in Berlin, Dortmund, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Leipzig und Saarbrücken sind als ständige Gäste im Bundesausschuss für Berufsbildung vertreten.
Ausbildungsmarkt
Im Ausbildungsjahr 2008 schlug die demografische Entwicklung erstmals auf die Ausbildungszahlen in den gastgewerblichen Berufen durch. Nach zwölf Jahren mit kontinuierlich steigenden Ausbildungsjahren (das Krisenjahr 2007 ausgenommen) sank die Gesamtzahl der Ausbildungsverhältnisse um 3,2 Prozent auf 103.578. Bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsberufen lag der Rückgang sogar bei 7,1 Prozent. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung im Ausbildungsjahr 2009 weiter verstärkt haben wird, lag doch der Bewerberrückgang in der Gesamtwirtschaft nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zum 30. September 2009 bei minus 14 Prozent, die Industrie- und Handelskammern haben bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt 9,2 Prozent weniger Neuverträge registriert.
Doch nach wie vor stellen Hotellerie und Gastronomie mehr als zehn Prozent aller Ausbildungsplätze in Deutschland und sind somit eine der wichtigsten Ausbildungsbranchen überhaupt. Mit über 16.000 neu begonnenen Ausbildungsverhältnissen belegt der Kochberuf auf der Beliebtheitsskala weiterhin den ersten Platz. Die höchsten prozentualen Zuwachsraten verbuchte der Ausbildungsgang in der Systemgastronomie mit einer Steigerung von 10,7 Prozent.
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Ausbildungspakt wirkt – Weg mit Ausbildungshemmnissen
Der DEHOGA Bundesverband unterstützt das Ziel, allen ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu geben und begrüßt daher die Verlängerung des Ausbildungspaktes bis zum Jahr 2010. Mit zusätzlichen Ausbildungsplätzen sorgen Hotellerie und Gastronomie heute für den Fachkräftemangel von morgen vor. Zudem wird zahlreichen, nicht ausbildungsfähigen Jugendlichen über eine so genannte Einstiegsqualifizierung ein Weg in Ausbildung und Beschäftigung eröffnet. Möglich sind hier Qualifizierungsmaßnahmen in den Bereichen Service, Speisenvorbereitung, Housekeeping oder Catering. Mehr als 70 Prozent der so qualifizierten Jugendlichen finden anschließend einen regulären Ausbildungsplatz, das ist mehr als in jeder anderen Maßnahmeart. Solche Maßnahmen dürfen aber nicht dazu führen, dass reguläre Ausbildungsplätze verloren gehen. Auch muss weiter Qualität vor Quantität gehen.
Die Ausbildungsplatzsuchenden müssen im Gegenzug Mobilität und Flexibilität hinsichtlich ihres Wunschberufes beweisen. Noch nicht vermittelte Bewerber müssen sich Kompetenzchecks stellen und aktiv an ihrer eigenen Ausbildungsplatzsuche und der Verbesserung ihrer Kompetenzen arbeiten.
Insbesondere aber sind Politik und Gesellschaft gefordert, ein ausbildungsfreundliches Klima zu schaffen und Ausbildungshemmnisse zu beseitigen. Das Ausbildungsengagement könnte noch weiter gesteigert werden, wenn überfällige Flexibilisierungen endlich angepackt würden: