Verbot von Geldspielautomaten in der Gastronomie

•    Verbot her, Problem weg, funktioniert nicht!
•    Jugendschutz hat oberste Priorität!

Worum geht es?

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, will Geldspielautomaten aus Gaststätten verbannen.

Begründet wird dies seitens der Drogenbeauf-tragten mit schätzungsweise bis zu 400.000 Menschen, die spielsüchtig seien. Auch wenn Gaststättenbesucher unter 18 Jahren bereits heute nicht an den Automaten spielen dürften, so werde diese Vorschrift angeblich „meist nicht eingehalten“. Der Grundstein für eine Sucht werde im Jugendalter gelegt, viele Jugendliche würden dort anfällig für das Automatenspiel.

Was fordern wir und warum?

  • Keine neuen Verbote!

Ein Verbot von Geldspielautomaten in der Gastronomie löst sicher nicht das Problem der Spielsucht. Die Möglichkeiten, im Internet an Spielen mit Gewinnmöglichkeit teilzunehmen, hat eine viel größere Dimension.

In der Gastronomie steht das Spielen an Automaten unter der Aufsicht eines verantwor-tungsvollen Wirtes und der anderen Gäste. In der Anonymität des Internets gibt es keine hinreichenden Kontrollen, wer wie viel spielt. Die Gastronomen wissen um ihre besondere Verantwortung, gerade gegenüber jungen Menschen, der Jugendschutz wird in unseren Betrieben beachtet.

Dies betrifft auch die Regelungen bezüglich des Spielens an Automaten mit oder ohne Gewinnmöglichkeit. Ein Verbot von Spielautomaten in der Gastronomie würde lediglich eine Verlagerung des Spielens, beispielsweise in das Internet, zur Folge haben, das sehr viel schwieriger, oder gar nicht effektiv kontrolliert werden kann.

Für die kleineren getränkegeprägten Betriebe stellen die Einnahmen aus den Spielautomatenumsätzen eine wichtige, wenn auch kleine Einnahmequelle dar. Gerade mit Blick auf die Umsatzrückgänge aufgrund der erst kürzlich erlassenen Rauchverbote würden diese Gastronomen erneut die Leidtragenden des Aktionismus der Politik sein.

  • Verbot her, Problem weg, funktioniert nicht!

Eingriffe durch staatliche Verbote oder Beschränkungen beschneiden wichtige Einnahmen einiger weniger Gastwirte, die nicht geeignet sind, das eigentliche Problem der Spielsucht zu bekämpfen.

Für alle Tätigkeiten und Konsumgüter gesetzliche Verbote auszusprechen, denen ein gewisses Suchtpotential innewohnt, ist ganz klar der falsche Weg. Damit werden die eigentlichen Probleme der Süchtigen nicht gelöst.

DOWNLOAD des Standpunkts

ZURÜCK zur Übersicht