Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
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Mindestlohn

Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, hat die Große Koalition einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro mit Wirkung zum 1. Januar 2015 beschlossen. Der DEHOGA sieht den Mindestlohn als gigantisches arbeitsmarktpolitisches Experiment. Gerade das Gastgewerbe ist eine besonders arbeitsintensive Branche. Der Personalkostenanteil liegt mit 25 bis 40 Prozent besonders hoch.

Gastronomie und Hotellerie haben sich in den letzten Jahren zudem als wahrer Jobmotor erwiesen. Es bleibt zu hoffen, dass der gesetzliche Mindestlohn diese positive Entwicklung nicht gefährdet.

DEHOGA-Umfrage zu einem Jahr Mindestlohn

Höhere Kosten und Bürokratiefrust in Gastronomie und Hotellerie

87,4 Prozent der Betriebe unterstützen DEHOGA-Forderung nach Umstellung von täglicher auf wöchentliche Höchstarbeitszeit

Der Mindestlohn kommt das Gastgewerbe teuer zu stehen – das ist die zentrale Botschaft der qualifizierten Branchenumfrage mit bundesweit knapp 5.000 teilnehmenden Betrieben: Fast drei Viertel (74,0 Prozent) verzeichnen seit 1. Januar 2015 Personalkostensteigerungen. Hinzu kommen für eine breite Mehrheit (67,1 Prozent) gestiegene Kosten für Lieferanten und Dienstleister. 62,3 Prozent beklagen sinkende Erträge. „Das Stimmungsbild macht eine überaus große Betroffenheit unserer Branche deutlich“, stellt  Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), fest: „Der Mindestlohn hat die Kosten und den bürokratischen Aufwand in die Höhe getrieben – beides ist Gift für unsere Investitions- und Wachstumsstärke.“ Insgesamt, so Fischer, sei es für eine Mindestlohn-Bilanz zu früh, etwa, was die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt betrifft (siehe Seite 2). Im Fokus der Kritik steht für viele Betriebe laut Umfrage derweil die Arbeitszeitdokumentation.

Hier geht es zur Pressemitteilung.

Aktuelles zum Mindestlohn – Entbürokratisierung bei der Arbeitszeitdokumentation

Die zum 1. August von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles angekündigten Korrekturen bei der Umsetzung des Mindestlohngesetzes begrüßen wir. Es bewegt sich etwas. Offensichtlich haben die guten Argumente der Branche überzeugt. Insbesondere die Entbürokratisierung bei der Arbeitszeitdokumentation war längst überfällig und stellt definitiv einen Schritt in die richtige Richtung dar. Noch sind aber nicht alle Stolpersteine aus dem Weg geräumt. Nachbesserungsbedarf gibt es weiterhin, insbesondere bei der Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes.

Hier gelangen Sie zu unserem Positionspapier.

Der DEHOGA hat in diesem Zusammenhang eine aktualisierte Publikation „Knackpunkt Arbeitszeit-Dokumentation“ in seinen Shop eingestellt. Die neue Fassung berücksichtig die zum 1. August geplanten Änderungen und ist für DEHOGA-Mitglieder kostenlos.

RA Sandra Warden
Geschäftsführerin
warden​[at]​dehoga.de

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