Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
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Wachstum im Gastgewerbe hält an: Januar bis Oktober

3 Prozent Plus – Ertragssituation bleibt angespannt

(Berlin, 18. November 2017) Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, setzte das Gastgewerbe von Januar bis Oktober 2017 nominal 3,0 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum. Real bedeutet dies ein Plus von 1,0 Prozent. „Deutschland ist als Reiseland so beliebt wie nie und auch als Kongress- und Tagungsstandort bestens aufgestellt“, erklärt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA 
Bundesverband). „Die Wirtschaft zeigt sich robust, die Lage am Arbeitsmarkt ist günstig, die Menschen gehen aus und konsumieren.“ Zugleich weist der DEHOGA-Präsident auf die weiterhin angespannte Ertragssituation der gastgewerblichen Betriebe hin. „Die Kosten sind vielerorts schneller gestiegen als die Umsätze.“

Von Januar bis Oktober 2017 erzielte die Beherbergungsbranche nominal 3,1 Prozent höhere Umsätze als im Vorjahr (preisbereinigt +1,1 Prozent). Die 
Gastronomen inkl. Caterer erwirtschafteten bis Oktober im Vergleich zu 2016 einen Umsatzzuwachs von 2,9 Prozent (preisbereinigt +0,8 Prozent). Damit steuert das Gastgewerbe auf das achte Wachstumsjahr in Folge zu. Einen weiteren Schub für einen positiven Jahresabschluss erhofft sich das Gastgewerbe vom Weihnachts- und Silvestergeschäft. „Die letzten Wochen des Jahres 
gehören traditionell zu den umsatzstärksten Zeiten für die Branche“, so Zöllick.

Auch für die Beschäftigung meldet das Gastgewerbe neue Spitzenwerte. Im September 2017 wurden laut Bundesagentur für Arbeit (BA) 1.075.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie gezählt. Ein Plus von 2,9 Prozent bzw. 30.300 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahresmonat – und ein neuer Rekord. „Noch nie waren in unserer Branche so viele Menschen 
sozialversicherungspflichtig beschäftigt“, sagt Zöllick. „Die Zahlen belegen eindrucksvoll den wertvollen Beitrag, den das Gastgewerbe zur stabilen Arbeitsmarktlage leistet.“ In den vergangenen zehn Jahren haben die Gastronomen und Hoteliers fast 300.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen – ein Plus von 38,7 Prozent. In der Gesamtwirtschaft beträgt das Plus im gleichen Zeitraum 19,0 Prozent. 

Trotz der insgesamt guten Umsatz- und Beschäftigungslage berichtet 
Zöllick von großen Herausforderungen für die Branche. „Probleme bereiten den Betrieben vor allem die Suche nach Fachkräften, steigende Betriebskosten, immer mehr bürokratische und teure gesetzliche Auflagen sowie unfaire Wett-
bewerbsbedingungen“, so Zöllick. Von der Politik fordert der DEHOGA-Präsident Bürokratieabbau, ein flexibleres Arbeitszeitgesetz und gleiche Steuern für 
Essen.


Stefanie Heckel
Pressesprecherin
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