Wege in die Zukunft – der Ausbildungsberuf Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie

Karriereperspektiven

Von wahrhaft vitaler Bedeutung für die Systemgastronomie ist das Thema Aus- und Weiterbildung. Die Sicherung des Managementnachwuchs heißt: Zukunftssicherung für das Einzelunternehmen genauso wie für die ganze Branche.

Dass es der Fachabteilung Systemgastronomie als Initiator und treibende Kraft 1998 gelang, gemeinsam mit vielen engagierten Mitstreitern aus Firmen und Berufsbildungswesen den Fachmann/die Fachfrau für Systemgastronomie als neuen Beruf mit staatlich anerkanntem Ausbildungsgang zu etablieren, kann sie sich als einen ihrer größten Erfolge auf die Fahnen schreiben.

Heute kann die Systemgastronomie eines ihrer dringendsten Probleme aus eigener Kraft lösen. Der neue Beruf dokumentiert auf breiter Front Attraktivität und Wachstumschancen dieses Wirtschaftszweiges. Für weitere Expansion, aber auch für das Image der Systemgastronomie in der Öffentlichkeit war die Schaffung eines staatlich anerkannten Ausbildungsberufes im dualen System elementar wichtig. Und gleichzeitig ein Stück ernst genommene gesellschaftliche Verantwortung. Ausbildungsplätze schaffen zu wollen, heißt schließlich auch, Jugendlichen attraktive Perspektiven für die Lebensplanung zu bieten und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu leisten.

Vielfältige Ausbildungsinhalte bringen Abwechslung

Langeweile, schnöder, grauer Berufsalltag? Fehlanzeige! Dazu ist die Ausbildung zu vielseitig, umfasst sie als Lernziele gastorientiertes Handeln genauso wie Team- und Projektarbeit. Mit Hilfe der Formulierung offener Lernziele ist sichergestellt, dass alle ausbildungswilligen Systemer unabhängig von ihrer Produktpalette und ihrer Angebotsform auch tatsächlich Azubis einstellen können.

Besonders attraktiv für den Nachwuchs ist die Verknüpfung kaufmännischen Wissens mit praktischer Dienstleistungskompetenz. Fachfrauen und -männer für Systemgastronomie sind Kaufleute und Praktiker mit Organisationstalent zugleich, bringen Berufsbildungsexperten die besondere Verquickung unterschiedlichster Qualifikationen auf den Punkt. Sie kennen sich mit dem Einsatz von Warenwirtschaftssystemen genauso aus wie mit der Beratung von Gästen und der Planung des Personaleinsatzes.

Junior-Assistent, Schichtleiter, Assistent des Restaurantleiters, Restaurantleiter, stellv. Store- Manager, Franchisenehmer: Schon bald nach ihrer erfolgreichen Ausbildung werden in der Systemgastronomie junge Fachkräfte in verantwortungsvollen Positionen eingesetzt. Und auch in den verschiedenen Stabs- bzw. Fachabteilungen vom Einkauf über das Marketing bis hin zu Controlling und Human Ressources stehen qualifizierten Mitarbeitern in der Zentrale die unterschiedlichsten Tätigkeiten offen.

Die Karrierechancen in filialisierten Gastronomie-Unternehmen sind besonders vielfältig und breit gefächert. Dafür sprechen schon allein die Größe und die Organisationsstrukturen. Aber auch die Expansionslust der Systemer schafft für engagierte, lernbereite Menschen hervorragende Perspektiven der persönlichen Weiterentwicklung bis hin zur unternehmerischen Selbstständigkeit.

Begeisterung bei Azubis und Lehrbetrieben

Was die Ausbildung für die jungen Menschen so attraktiv macht, ist der Spaß miteinander am Arbeitsplatz, die superstarken Aufstiegschancen, und dass Kommunikation nicht nur in der Mittagspause stattfindet, so einige der begeisterten O-Töne. Das Faszinierende an dem Beruf ist für mich, dass man nicht immer an einen Platz gefesselt ist, sondern viel Abwechslung hat. Die Systemgastronomie ist einfach ein Markt, der wächst und Perspektiven bietet Warum dieser Ausbildungsgang? Weil die Arbeit sehr vielseitig ist und: die Karrierechancen sind riesig! Das sind Stimmen selbstbewusster, junger Menschen, die wissen, was sie wollen. Von Null-Bock-Mentalität keine Spur.

So nimmt die Zahl der Auszubildenden stetig zu. Wurden laut Statistik des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) im ersten Ausbildungsjahr 395 Ausbildungsverträge abgeschlossen, waren es 2008 schon 3.096.

Trotz dieser Mut machenden Erfahrungen der ersten Jahre bleibt nach wie vor viel zu tun. Noch immer gibt es Ausbilder und Arbeitsagenturen, die den Beruf nicht kennen, noch immer ist die berufliche Einsteigerquote auf breiter Ebene auszubauen, noch immer wissen zu wenige Schulabgänger von den Karrierechancen in der Systemgastronomie. Das heißt: Es besteht noch viel Informations- und Aufklärungsbedarf über die beruflichen Perspektiven in diesem wachsenden Branchensegment. Daher haben 23 Ausbildungsunternehmen der Fachabteilung im Jahr 2008 die Ausbildungsinitiative Gast-Star ins Leben gerufen.

Ausbildungsprofil: Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie

Ausbildungsdauer3 Jahre
LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule
ArbeitsgebietJedes Unternehmen der Systemgastronomie setzt in seinen Betriebsstätten/Restaurants ein standardisiertes Gastronomiekonzept um. Die Unternehmenszentralen entwickeln dazu für viele Bereiche Vorgaben, wie z.B. den freundlichen Umgang mit Gästen und die Qualität und die Zubereitung von Speisen. Alle mit der Umsetzung und Einhaltung dieser Standards verbundenen Aktivitäten fallen in das Arbeitsgebiet der Fachleute für Systemgastronomie.
Berufliche FähigkeitenBetreuung und Beratung von Gästen Produktpräsentation und Verkauf Sicherstellung von Qualitätsstandards Organisation von Arbeitsabläufen Planung des Personaleinsatzes und Bearbeitung der Personalvorgänge Durchführung von Kostenkontrollen Auswertung betrieblicher Kennzahlen Durchführung von Marketingmaßnahmen
AusbildungsvoraussetzungenHauptschulabschluss, besser aber Mittlere Reife oder Abitur. Der Beruf des Fachmanns/der Fachfrau für Systemgastronomie erfordert ein rasches Auffassungsvermögen, das Erkennen von betrieblichen und kaufmännischen Zusammenhängen, Teamfähigkeit sowie gute Kommunikationsfähigkeiten. Eine positive, kontaktfreudige Ausstrahlung und Englischkenntnisse sind ebenfalls von Vorteil.