Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)


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DEHOGA-Wahlcheck

Mit dem DEHOGA-Wahlcheck haben wir die in der Bundesregierung und den Landesregierungen vertretenen Parteien und ihre Kandidatinnen und Kandidaten zu den wichtigen Branchenthemen befragt.

Die Antworten der Parteien haben wir in unserer großen Wahlcheck-Synopse dargestellt. Im Folgenden haben Sie die Möglichkeit, die individuellen Antworten der Kandidaten anzuschauen und je nach Parteizugehörigkeit oder Bundesland einzuordnen. Unter dem rechten Button finden Sie die Gesamtliste aller Kandidaten, die geantwortet haben. Wir empfehlen, auch einen Blick in die detaillierten Argumente zu werfen, die Sie über "Argumente ein-/ausblenden" erreichen. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für  700 Rückmeldungen.

Kandidat/in "Hofmann-Domke, Anke (Linke)"

Bundesland

  • Thüringen

Arbeitsrecht, Ausbildung und Beschäftigung

Glauben auch Sie, dass die tägliche Arbeitszeit heute zu starr ist und das Gastgewerbe eine bessere Lösung benötigt?

Ja
Nein
keine Angabe

Nach meiner Meinung haben ArbeitgeberInnen bereits heute vielfältige Möglichkeiten zur Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Findet das Konzept einer Wochenarbeitszeit nach EU-Recht Ihre Unterstützung?

Ja
Nein
keine Angabe

Nein, dieses Konzept unterstütze ich nicht.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Können Sie sich andere Gesetzesänderungen vorstellen, die die Probleme der Branche lösen? Wenn ja, welche?

Ja
Nein
keine Angabe

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass sich die Politik bei der Festsetzung der Höhe des Mindestlohns heraushält?

Ja
Nein
keine Angabe

Durch außerparlamentarischen Druck hat die Politik den Mindestlohn, der nach Auffassung der LINKEn dringend erhöht werden muss, eingeführt. Bei der Evaluierung sind ebenfalls politische Aspekte zu berücksichtigen.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie sich für eine Abschaffung oder zumindest Reduzierung der bürokratischen Dokumentationspflicht für das Gastgewerbe beim Mindestlohn einsetzen?

Ja
Nein
keine Angabe

Ohne Kontrollen ist das Gesetz nicht das Papier wert, auf das es geschrieben wurde. Kontrollen benötigen Dokumentationen.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie dafür sorgen, dass Zuschläge sowie Unterkunft und Verpflegung in Höhe der amtlichen Sachbezugswerte auf den Mindestlohn angerechnet werden können?

Ja
Nein
keine Angabe

Gerade im Gast- und Hotelgewerbe sind solche Zuschläge branchenüblich. Eine Anrechnung auf den Mindestlohn lehne ich ab.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Sind Sie der Auffassung, dass die Regelungen zur Auftraggeberhaftung und zum Mindestlohn für Praktikanten unbürokratischer und rechtssicherer ausgestaltet werden müssen?

Ja
Nein
keine Angabe

DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass die Arbeitsgeberhaftung deutlicher ausgestaltet wird und die gesamte Subunternehmerkette erfasst. Auch Praktikanten haben, wenn sie arbeiten, einen Anspruch auf ordnungsgemäße Entlohnung.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Machen Sie sich stark für die Beibehaltung der aktuellen Minijob-Regelung?

Ja
Nein
keine Angabe

DIE LINKE kämpft für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und auskömmliche Löhne.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie sich für die Beibehaltung der bestehenden Möglichkeiten befristeter Arbeitsverträge einsetzen?

Ja
Nein
keine Angabe

Sachgrundlose Befristung lehne ich jedoch ab. Befristete Arbeitsverhältnisse müssen die Ausnahme sein!

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass Geflüchtete mit Bleibeperspektive durch berufsbezogene Sprachkenntnisse und unbürokratische Genehmigungsverfahren besser in den Arbeitsmarkt integriert werden können?

Ja
Nein
keine Angabe

Die Integration, dazu gehört auch die Integration in den Arbeitsmarkt, ist wichtiges politisches Anliegen. Grundlage dafür sind gute Sprachkenntnisse.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Können Sie nachvollziehen, dass mit Blick auf die Internationalität und Vielfalt der Branche auch der Einsatz von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten wichtig ist?

Ja
Nein
keine Angabe

Die Fraktionsvorsitzenden der ostdeutschen Landtage arbeiten am Entwurf für ein Einwanderungsgesetz, dass Menschen aus Nicht-EU-Staaten gute berufliche Chancen bieten wird.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie sich – in Wort und in Tat – für die Stärkung der dualen Ausbildung einsetzen?

Ja
Nein
keine Angabe

Viele andere Staaten beneiden Deutschland um die duale Ausbildung. Qualitätsstanddards sind dabei ständig weiter zu entwickeln.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie mit dafür Sorge tragen, dass eine Ausbildung gegenüber einem Studium wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnt?

Ja
Nein
keine Angabe

Die Unternehmen können dazu durch gute Arbeit einen wichtigen Beitrag leisten.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Unterstützen Sie die Idee einer Qualitätsoffensive für Berufsschulen?

Ja
Nein
keine Angabe

Qualität statt Quantität ist das Gebot der Stunde.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Sind Sie der Auffassung, dass die Bundesagentur für Arbeit ihr Beratungs-, Qualifizierungs- und Förderinstrumentarium verstärkt am Bedarf des Arbeitsmarktes ausrichten sollte?

Ja
Nein
keine Angabe

Gemeinsam mit den ArbeitergeberInnen sollten die Instrumente ausgerichtet werden, jedoch sind dabei auch die Bedarfe der Auszubildenden bwz. der ArbeitnehmerInnen zu berücksichtigen. Ausbildung in Berufen, für die Menschen nicht geeignet sind, nützen niemanden.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Steuern und Abgaben

Schließen Sie Steuererhöhungen jedweder Art aus?

Ja
Nein
keine Angabe

DIE LINKE hat ein umfassendes Steuerkonzept erarbeitet, dass auch Steuererhöhungen beinhaltet, insbesondere für große Vermögen (oberhalb einer Million Euro).

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie den reduzierten Mehrwertsteuersatz, wie er in 25 EU-Staaten gilt, für die heimische Hotellerie beibehalten?

Ja
Nein
keine Angabe

Durch diese Steuersenkung sind weder die Hotelpreise gesunken noch haben die Hotelbeschäftigten in der Regel mehr Geld bekommen.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Finden Sie die derzeitige Besteuerung von Speisen nachvollziehbar und gerecht?

Ja
Nein
keine Angabe

Die derzeitige Ungleichbehandlung ist nicht gerecht. Wir wollen für die Verpflegung und damit verbundene Dienstleistungen in Schulen und Kindertagesstätten durch kommerzielle Anbieter den Mehrwertsteuersatz von 19 auf sieben Prozent reduzieren. Verpflegungsangebote durch kommunale Einrichtungen oder Vereine sollen generell von der Umsatzsteuer befreit werden.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Können Sie die Wettbewerbsbenachteiligung der Restaurants und Wirtshäuser nachvollziehen?

Ja
Nein
keine Angabe

Es gibt aus meiner Sicht dringenden Handlungsbedarf, um diese Ungerechtigkeit abzuschaffen.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Setzen Sie sich für die steuerliche Gleichbehandlung aller Speisen ein?

Ja
Nein
keine Angabe

Lehnen Sie Pflichtgebühren für die nichtanlassbezogenen Lebensmittelkontrollen ab?

Ja
Nein
keine Angabe

Nicht anlassbezogene Lebensmittelkontrollen sollten in der Regel gebührenfrei bleiben, bei anlassbezogene Kontrollen mit erhöhtem Aufwand sind Gebühren durchaus gerechtfertigt.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie sich für die Stabilität der Sozialversicherungsbeiträge einsetzen?

Ja
Nein
keine Angabe

Wenn Stabilität bedeudet, dass die Beiträge durch ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen in gleicher Höhe gezahlt werden. Ich unterstütze die Forderung zur paritätischen Beitragsleistung.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie Maßnahmen ablehnen, die geeignet sind, diese Stabilität zu gefährden?

Ja
Nein
keine Angabe

Maßnahmen, die die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der Krankenversicherung befördern, werde ich unterstützen.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Verbraucherschutz

Können Sie die verfassungsrechtlichen Bedenken gegenüber den Veröffentlichungen der Kontrollergebnisse nachvollziehen?

Ja
Nein
keine Angabe

Ja, aber die rechtlichen Bedenken können durch eine klare Regelung im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch beseitigt werden.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Sprechen Sie sich gegen Internetpranger, Hygieneampeln und Co. aus?

Ja
Nein
keine Angabe

ie Einführung des Hygiene-Smileys ist sehr wichtig und für alle Beteiligten von großem Vorteil. Es geht mir um mehr Lebensmittelsicherheit, besseren Verbraucherschutz und weniger Bürokratie.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Wollen Sie auch die mündliche Allergeninformation ermöglichen?

Ja
Nein
keine Angabe

Ja, aber mündliche Informationen sollte nur da zulässig sein, wo das Personal nachweislich ausreichend qualifiziert und geschult ist. Mündliche Informationen zu Allergenen sind zudem eine Bringschuld des Verkäufers und müssen Teil des Verkaufsgesprächs sein und nicht nur auf Nachfrage und unter Zeitdruck geliefert werden. Daher sind deutlich erkennbare und richtig zugeordnete schriftliche Informationen stets vorzuziehen.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Halten auch Sie die Ausnahmen für Veranstaltungen und Stadtfeste hinsichtlich der Allergeninformation für einen Wertungswiderspruch?

Ja
Nein
keine Angabe

Gleiche Rechte und gleiche Pflichten für alle.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Fairer Wettbewerb in Zeiten der Digitalisierung

Setzen Sie sich für ein level playing field gegenüber Unternehmen der Plattformökonomie ein?

Ja
Nein
keine Angabe

Gleiche Rechte und gleiche Pflichten für alle.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie den Ausbau der flächendeckenden digitalen Infrastruktur mit leistungsstarken Breitbandnetzen priorisieren?

Ja
Nein
keine Angabe

Ein flächendeckender Glasfaserausbau notwendig.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Bürokratieabbau

Setzen Sie sich für konsequenten Bürokratieabbau ein?

Ja
Nein
keine Angabe

Ja. Die LINKE ist für konsequenten Bürokratieabbau. Sowohl die Unternehmen als auch die Bürgerinnen und Bürger sollten von unsinnigen und unverständlichen Verfahren und Vorschriften befreit werden.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Halten Sie es für möglich, gerade Klein- und Kleinstbetriebe von bürokratischen Belastungen auszunehmen?

Ja
Nein
keine Angabe

Ja. In Gesetzen, Vorschriften und sonstigen Regelungen sollten – soweit nicht zwingende Gründe dagegen sprechen – Vereinfachungsbestimmungen und Bagatellgrenzen gelten.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Wollen Sie den Normenkontrollrat stärken, um Bürokratie noch deutlicher abzubauen und neue bürokratische Belastungen zu verhindern?

Ja
Nein
keine Angabe

Der Normenkontrollrat war von Beginn an sehr einseitig auf die Entlastung von Großunternehmen ausgerichtet. Deshalb sollte der Normenkontrollrat eine andere, bessere und ausgewogenere Ausrichtung bekommen. Die Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Klein- und Kleinstunternehmen sollte nicht ein Nebenziel, sondern das Hauptziel sein.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Energiepolitik

Machen Sie sich stark für eine dauerhafte und wirksame Begrenzung der EEG-Umlage?

Ja
Nein
keine Angabe

Das EEG-Umlagesystem war hinsichtlich des Ökostrom-Ausbaus außerordentlich erfolgreich. Zwischenzeitlich profitieren davon vor allem energieintensive Unternehmen. Die Kosten müssen einseitig von den kleineren privaten und gewerblichen Stromkunden getragen werden. Es sind Maßnahmen erforderlich, die den Strompries deutlich mindern. Das ist mit der Begrenzung der EEG-Umlage allein nicht möglich.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Tourismuspolitik

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die Mittel für die DZT verstetigt werden und ihre Finanzierungsstruktur beibehalten wird?

Ja
Nein
keine Angabe

Die Deutsche Zentrale für Tourismus ist wichtig für die Weiterentwicklung von Angeboten.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie sich für die Beibehaltung des Tourismusausschusses im Deutschen Bundestag einsetzen?

Ja
Nein
keine Angabe

Über die Ausschussarbeit können verschiedene Aspekte des Tourismus beraten und koordiniert werden.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Werden Sie sich für die Beibehaltung der Position des Staatssekretärs für Tourismus und die Konzentration dieser Position auf die Tourismuspolitik einsetzen?

Ja
Nein
keine Angabe

Mindestens im Rang eines Staatssekretärs sind die Aufgaben im Tourismus abzuarbeiten, noch besser wäre ein eigenes Ministerium.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Urheberrecht

Setzen Sie sich ein für einen gemeinsamen Tarif und Gesamtvertrag mit allen Verwertungs gesellschaften?

Ja
Nein
keine Angabe

DIE LINKE setzt sich für eine Reduzierung des Aufwands für Nutzer*innen von urheberrechtlich geschützten Werken ein. Dazu kann ein gemeinsamer Tarif und Gesamtvertrag beitragen.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)

Sprechen Sie sich für eine Belastungsobergrenze bei Urherberrechtsforderungen aus?

Ja
Nein
keine Angabe

Anstelle einer Belastungsobergrenze setzen wir uns ein für eine unabhängige Vorab-Prüfung der Tarife, die mit einem hohen Grad der Objektivierbarkeit hinsichtlich ihrer Angemessenheit erfolgt.

Hofmann-Domke, Anke (Linke)