Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
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Ingrid Hartges zum Thema Arbeitsmarkt Gastgewerbe

nbr-Interview (Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft) mit DEHOGA Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges zum Thema Arbeitsmarkt Gastgewerbe

In welchen Branchen können Ungelernte Arbeit finden?

Am größten ist der Bedarf in der Hotel- und Gaststättenbranche. Rund 45 000 offene Stellen sind bei den Arbeitsagenturen gemeldet. Tatsächlich gebe es aber einen weit größeren Bedarf, sagt Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), dieser Zeitung. Sie schätzt die Zahl der unbesetzten Arbeitsplätze in ihrer Branche auf etwa 80 000.

Könnten auch einheimische Arbeitslose die Lücken schließen?

Es gab und gibt dazu in der Branche „vielfältige Anstrengungen “, sagt sie. „Aber es muss passen: Die Einstellung der Bewerber muss stimmen, die Freude an der Dienstleistung muss da sein und die Lust am Arbeiten im Team. Hinzu kommen regelmäßig Arbeitszeiten am Abend und an den Wochenenden wie auch in der Gesundheits- und Verkehrswirtschaft, bei der Polizei und Presse. Man muss es versuchen; manchmal klappt es, manchmal nicht“, lautet ihr pragmatischer Ansatz. 

Wird über kurz oder lang ein Teil der Jobs durch Automatisierung oder Digitalisierung wegfallen?

„Roboter können insbesondere bei Kindern aktuell Begeisterung erwecken, in einer Handvoll Restaurants transportieren Service-Roboter zum Beispiel die Speisen zum Tisch. Klar ist, sie können einen persönlichen freundlichen Service durch die Mitarbeiter nicht ersetzen. Es geht um gelebte, herzliche wie kompetente Gastfreundschaft. Der Mensch macht’s – dafür steht unsere Branche der Gastlichkeit.“