Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
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Welt Interview mit DEHOGA Geschäftsführerin Sandra Warden zur Westbalkanregelung

Zur angekündigten Entfristung der Westbalkanregelung erklärt DEHOGA-Geschäftsführerin RA Sandra Warden gegenüber WELT:

Der DEHOGA begrüßt die angekündigte Entfristung der Westbalkanregelung, denn diese ist als vergleichsweise einfache Zuwanderungsregelung für Arbeitskräfte grundsätzlich sinnvoll. Außerdem schlagen wir vor, das Kontingent von derzeit 25.000 deutlich zu erhöhen, d.h., mindestens zu verdoppeln. Wichtig ist dabei, dass im Zuge der anstehenden Verbesserung für die Zuwanderung aus Drittstaaten auch die Visaverfahren beschleunigt werden, denn diese erweisen sich gerade auch bei der Umsetzung der Westbalkanregelung als überaus enges Nadelöhr. Dafür müssen Prozesse digitalisiert und entschlackt und die Kapazitäten bei den deutschen Botschaften erhöht werden. Es darf beispielsweise nicht sein, dass Termine bei den deutschen Botschaften in den Westbalkanstaaten verlost werden – mit geringer Chance auf Auslosung –  und dass die Bewerber und deren Arbeitgeber in Deutschland über den Bearbeitungsstand im Dunkeln gelassen werden. Eine Übertragung der Idee der Westbalkanregelung auf andere Länder halten wir ebenfalls für sinnvoll. Südostasiatische Ländern wie Vietnam, Indonesien oder die Philippinen, Indien oder auch der Kaukasus, z.B. Georgien, könnten dafür in Betracht kommen.