Nr. 43/2022, 29. Juli 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe DEHOGA-Mitglieder,

am kommenden Montag startet das neue Ausbildungsjahr. Für alle Ausbildungsverhältnisse in den nunmehr sieben gastgewerblichen Ausbildungsberufen gelten ab 1. August die neuen Ausbildungsordnungen. Gern machen wir Sie heute in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf unsere Online-Fragestunden für die drei Berufsgruppen Hotel, Gastro und Küche am 1., 4. und 8. August aufmerksam. In dieser Woche haben wir zudem mit prominenten Partnern ein neues Mentoringprogramm unter dem Motto „Ausbildung macht VIELfalt“ auf den Weg gebracht.

Auf der politischen Agenda bleibt derweil das Thema Energiekrise ganz oben. Die EU-Energieminister einigten sich in dieser Woche auf einen Energiesparplan. Zwischen dem 1. August und 23. März soll der Verbrauch fossilen Gases um 15 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig müssen sich Gaskunden in Deutschland auf höhere Kosten einstellen: Die Bundesregierung beschloss eine Umlage, die voraussichtlich ab Oktober greifen soll. Die genaue Höhe steht noch nicht fest, soll sich aber zwischen 1,5 und 5 Cent pro Kilowattstunde bewegen. Was die Einspar- und Umlagebeschlüsse für unsere Betriebe ganz genau bedeuten, lässt sich noch nicht sagen, erhebliche zusätzliche Belastungen sind aber absehbar. Wir stehen zu diesem Thema wie auch in Sachen Sicherheit der Energieversorgung für unsere Betriebe im engen Kontakt mit dem Bundeswirtschaftsministerium.

Mit herzlichen wie kämpferischen Grüßen

Guido Zöllick                                    Ingrid Hartges
DEHOGA-Präsident                         DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin

Ausbildung macht VIELfalt! Das neue Förderprogramm für Auszubildende mit Migrationsgeschichte in Gastronomie und Hotellerie
Ausbildungsstart am 1. August mit Online-Fragestunden für Ausbildungsbetriebe
Umsetzungshilfen des BIBB für die neue Ausbildung sind da
Energiekrise: EU-Energieminister einigen sich auf Gas-Sparplan – Bundesregierung bringt Gasumlage auf den Weg
Regulierung von Kurzzeitvermietungen in der EU: HOTREC stellt neues Positionspapier vor
LIFT Klima: neue Fördermaßnahme für mehr Klimaschutz im Tourismus
Vermehrte Abmahnungen gegenüber Betreibern von Web-Seiten, die Google Webfonts nutzen
Studie der Stiftung für Zukunftsfragen zum Urlaub 2022 – Urlaub vor der Realität
 

Ausbildung macht VIELfalt! Das neue Förderprogramm für Auszubildende mit Migrationsgeschichte in Gastronomie und Hotellerie

In Kooperation mit dem DEHOGA Bundesverband und mit Unterstützung von Coca-Cola Europacific Partners präsentiert die Deutschlandstiftung Integration (DSI) ihr neues Mentoringprogramm Ausbildung macht VIELfalt! für Auszubildende mit Migrationsgeschichte in Gastronomie und Hotellerie.

Mit 41.500 Auszubildenden ist die Hotel- und Gastronomiebranche eine der größten Ausbildungsbranchen in Deutschland. Junge Menschen mit Migrationsbiografie stellen dabei einen wichtigen Anteil von Auszubildenden und tragen wesentlich zur Vielfalt und Gastfreundschaft bei, für die die Branche steht. Gleichermaßen bieten Hotellerie und Gastronomie vielseitige Karrieremöglichkeiten und Entwicklungschancen. Dort anzusetzen und Auszubildende mit Migrationsgeschichten in ihrem Berufsfeld ideell zu fördern, steht hinter Ausbildung macht VIELfalt!.

In dem Förderprogramm bekommen die ausgewählten Mentees strukturierte Einblicke in den Berufsalltag der Mentor:innen, die in wichtigen Positionen des Gastgewerbes arbeiten. Komplementär zur Ausbildung bietet Ausbildung macht VIELfalt! den Teilnehmenden ein umfangreiches Angebot aus Veranstaltungen, Austausch und Workshops, das sie dabei unterstützt, sich beruflich zu vernetzen und persönlich weiterzuentwickeln.

„Die DSI blickt bereits auf mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung bei der Förderung von jungen Menschen mit Migrationsbiografien zurück und freut sich, zusammen mit Coca-Cola und unserem neuen Partner, dem DEHOGA Bundesverband, ein Förderprogramm zu starten, das …

Zur vollständigen Pressemitteilung…

 

Ausbildungsstart am 1. August mit Online-Fragestunden für Ausbildungsbetriebe

Erfahrene Praktiker stehen Rede und Antwort zur Neuordnung der gastgewerblichen Ausbildungsberufe

Je nach Bundesland beginnt Anfang August bzw. Anfang September das neue Ausbildungsjahr. Für alle Ausbildungsverhältnisse in den nunmehr sieben gastgewerblichen Ausbildungsberufen, die ab dem 1. August 2022 beginnen, gelten die neuen Ausbildungsordnungen.

Mit der neuen Webseite www.dehoga-ausbildung.de und zahlreichen Infoveranstaltungen – digital und in Präsenz - haben wir Tausende Ausbildungsbetriebe, aber auch Berufsschullehrer und Berufsberater der Arbeitsagenturen erreichen können. Immer noch erhalten wir über neuordnung@dehoga.de täglich Anfragen von Ausbildungsbetrieben, um die wir uns gerne kümmern. Das große Interesse und die positive Resonanz der Ausbildungsbetriebe freuen uns sehr! Aber natürlich gilt: Manche Fragestellungen ergeben sich erst in der Praxis.

Deshalb gibt es pünktlich zum Inkrafttreten der neuen Ausbildungsordnungen in den ersten beiden Augustwochen jetzt ein weiteres Informationsangebot für Ausbildungsbetriebe: Drei Online-Fragestunden für die drei Berufsgruppen Küche, Gastro und Hotel.

In jeder der drei Runden stehen Macherinnen und Macher der neuen Ausbildungsrahmenpläne – allesamt erfahrene Praktiker aus Betrieben oder IHKn – den Unternehmern und Ausbildern Rede und Antwort. Keine klassische Infoveranstaltung mit Präsentation und Input von oben, sondern Raum und Zeit für Ihre Fragen – und gerne auch für den Austausch der Kollegen untereinander und für Tipps zur praktischen Umsetzung.

Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein! Die Teilnahme ist für alle gastgewerblichen Ausbildungsbetriebe kostenfrei, auch unabhängig von einer Mitgliedschaft im DEHOGA.

Termine, Ihre Ratgeber in den drei Berufsgruppen und Hinweise zur Anmeldung finden Sie HIER

 

Umsetzungshilfen des BIBB für die neue Ausbildung sind da

Pünktlich vor dem Start der neu geordneten gastgewerblichen Ausbildungen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) drei Umsetzungshilfen für die Küchen-, Hotel- und Gastronomieberufe herausgegeben. Die drei Publikationen der Reihe „Ausbildung gestalten“ bieten umfangreiche Unterstützung bei der Umsetzung der neuen und aktualisierten Ausbildungsinhalte der sieben Berufe in die Praxis. Sie enthalten umfangreiche Praxisbeispiele für die Lernziele der Ausbildungsrahmenpläne. Didaktische Hinweise, exemplarische Handlungssituationen sowie Beispiele für betriebliche Ausbildungspläne, Ausbildungsnachweise, Lernsituationen und Prüfungsaufgaben runden das Angebot ab. Alle Inhalte und Materialien wurden von Expertinnen und Experten aus der schulischen und betrieblichen Ausbildungspraxis verfasst. Der DEHOGA dankt den Autorinnen und Autoren herzlich für diese wichtige Arbeit!

Die Umsetzungshilfen und Zusatzmaterialien können auf den Berufeseiten des BIBB BIBB / Berufe im Gastgewerbe kostenlos als PDF heruntergeladen oder als kostenpflichtige Printversion bestellt werden. 

 

Energiekrise: EU-Energieminister einigen sich auf Gas-Sparplan – Bundesregierung bringt Gasumlage auf den Weg

Die EU-Energieministerinnen und -minister haben in dieser Woche in Brüssel beschlossen, den Verbrauch fossilen Gases zwischen dem 1. August 2022 und dem 23. März 2023 um 15 Prozent zu reduzieren. Die politische Einigung sieht vor, dass die Mitgliedstaaten zunächst freiwillig ihre Gasnachfrage um 15 Prozent reduzieren. Sollten die Mitgliedstaaten auf EU-Ebene eine Alarmstufe ausrufen, soll diese Reduktion der Gasnachfrage gesetzlich verpflichtend werden. Mehr Informationen hierzu finden Sie in der Pressemitteilung des BMWK

Die Bundesregierung hat derweil wegen der russischen Lieferkürzungen und der rasant gestiegenen Einfuhr-Preise eine sogenannte Gasumlage auf den Weg gebracht, die voraussichtlich ab Oktober gelten soll. Wirtschaftsminister Robert Habeck sprach von einem "schwierigen Schritt", der "eine hohe Belastung mit sich bringt." Die genaue Höhe der Umlage steht noch nicht fest, sie könnte zwischen 1,5 und 5 Cent pro Kilowattstunde betragen.

 

Regulierung von Kurzzeitvermietungen in der EU: HOTREC stellt neues Positionspapier vor

HOTREC, der Dachverband des europäischen Hotel- und Gaststättengewerbes, hat ein neues Positionspapier zu Kurzzeitvermietungen (Short-Term Rentals, STRs) veröffentlicht, das einen Blick auf die Entwicklung der Regulierungs-debatte wirft und klare Empfehlungen gibt, wie eine künftige EU-Verordnung wirksame Regeln und Maßnahmen zur Förderung gleicher und nachhaltiger Wettbewerbsbedingungen in der Branche festlegen kann.

HOTREC befasste sich erstmals 2014 in einem Positionspapier mit dem Thema Kurzzeitvermietung, das damals als "shadow economy" bezeichnet wurde. Heute - acht Jahre später - befindet sich das Tourismus- und Gastgewerbe an einem kritischen Punkt bei der Entwicklung eines geeigneten Rechtsrahmens für Kurzzeitvermietung.

Bereits damals wies HOTREC auf mehrere Risiken hin, die mit dem exponentiellen Wachstum der Kurzzeitvermietungen verbunden sind: unlauterer Wettbewerb, Gefährdung der Verbraucher durch Sicherheitsrisiken, nicht gemeldete Steuereinnahmen und vor allem der zunehmende Druck der Anwohner auf den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum. Diese Risiken sind heute aktueller denn je. Deshalb muss die Schaffung gleicher Wettbewerbs-bedingungen im Beherbergungsbereich Priorität haben, denn nur so können Verbraucher, Anwohner, lokale Gemeinschaften - und das gesamte touristische Ökosystem der EU - geschützt und gefördert werden.

„Es ist ein sehr vielversprechender Schritt für den europäischen Tourismus und das Gastgewerbe, eine EU-Verordnung zu erlassen, die gemeinsame …

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LIFT Klima: neue Fördermaßnahme für mehr Klimaschutz im Tourismus

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz will mit seiner neuen Fördermaßnahme „LIFT Klima“ (Leistungssteigerung und Innovationsförderung im Tourismus - LIFT) zu mehr Klimaschutz im Tourismus in Angebot und Nachfrage anregen. Das Programm richtet sich an Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Destinationen. Im Rahmen von LIFT Klima werden Projekte gefördert, die Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung erfolgreich miteinander kombinieren und durch ihren Best-Practice-Charakter Impulse für Wirtschaft, Wissenschaft und die Politik geben, wie mit einer wachsenden Nachfrage nach touristischen Aktivitäten klimaschonend und nachhaltig umgegangen werden kann. Das Antragsverfahren für dieses Förderprogramm ist zweistufig, bestehend aus (1) der Interessenbekundung und (2) dem Förderantrag. Das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes ist mit der Betreuung des Interessenbekundungsverfahrens und Vorauswahl der Projektskizzen beauftragt. Interessenten können ihre Projektskizze bis zum 12. August 2022, 23:59 Uhr einreichen.

Weitere Informationen zum Verfahren und zum Projekt finden Sie hier…

Geförderte Projekte sollen noch in diesem Jahr beispielhaft zeigen, wie mit einer wachsenden touristischen Nachfrage klimaschonend und nachhaltig umgegangen werden kann. Damit sollen der Branche kurzfristig Wege aufgezeigt werden, wie Tourismus wirtschaftlich tragfähig zum Erreichen der gesetzten Klimaschutzziele beitragen kann. Für geeignete Impulse wird bis Ende des Jahres insgesamt eine Million Euro an Zuschüssen bereitgestellt. Die Koordinatorin der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, Claudia Müller MdB, sagt dazu: "Mit "LIFT Klima" soll die Tourismusbranche gezielt unter dem Aspekt des Klimaschutzes aktiviert werden. Wir wollen zeigen, dass Klimaschutz und gute wirtschaftliche Entwicklung zusammengehören. LIFT Klima soll attraktive Vorbildprojekte fördern und bekannt machen, die die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit klimabewusster kleiner und mittlerer Unternehmen im Tourismus stärken."

 

Vermehrte Abmahnungen gegenüber Betreibern von Web-Seiten, die Google Webfonts nutzen

Derzeit kommt es vermehrt zu Abmahnungen wegen der Verwendung von Google Webfonts auch gegenüber gastgewerblichen Betrieben. In der Regel weiß der Betreiber einer Web-Seite gar nicht, dass auf seiner Seite Google Webfonts verwendet werden.

Viele Web-Seiten nutzen den Google-Dienst Webfonts. Dabei werden Daten der Besucher von diesen Web-Seiten automatisch an Google übermittelt. Nach einem Urteil des Landgerichts München vom 20. Januar 2022 (Az. 3 O 17493/20) verstößt der Betreiber der Web-Seite gegen Datenschutzbestimmungen und muss gegebenenfalls Schadensersatzansprüche gegen sich gelten lassen. Denn die Besucher der Web-Seiten müssten der Weiterleitung ihrer Daten an Google vorher einwilligen.

Das ist praxisfremd, denn dafür müsste die Datenschutzerklärung auf der Web-Seite deutlich erweitert werden.

Jeder Betreiber einer Web-Seite sollte sich mit dem Programmierer seiner Web-Seite in Verbindung setzen und das Problem Google Webfonts ansprechen. Es gibt die Möglichkeit, diesen Dienst weiterzuverwenden, wenn der Dienst lokal auf dem eigenen Server bzw. auf dem Server des Betreibers der Web-Seite gespeichert ist. Dann gibt es keine dynamische, sondern eine statische Verweisung auf Google Webfonts, die auch ohne vorherige Einwilligung des Besuchers zur Weiterleitung seiner Daten an Google datenschutzkonform ist. Aufgrund dessen, dass in diesem Fall die Daten der Besucher auf der Web-Seite nicht an Google automatisch übermittelt werden.

 
 
 

Studie der Stiftung für Zukunftsfragen zum Urlaub 2022 – Urlaub vor der Realität

Was sind die wichtigsten Merkmale, Eigenschaften und Anforderungen, die die Bundesbürger an die Reisedestinationen stellen? Dieser Frage ist die STIFTUNG FÜR ZUKUNFTSFRAGEN – EINE INTIATIVE VON BAT in ihrer neusten Studie im Juni 2022 nachgegangen und hat über 3.000 Bundesbürger ab 18 Jahren repräsentativ befragt.

Die Kernergebnisse:

  • Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist die wichtigste Voraussetzung.
  • Natürliche Gegebenheiten wie eine schöne Landschaft, gesundes Klima oder Bademöglichkeiten bleiben wichtig, verlieren jedoch im 30-Jahres-Vergleich an Bedeutung. Gleiches gilt für Sauberkeit und Umweltfreundlichkeit.
  • Gute Erreichbarkeit mit dem Auto wird wichtiger.

„Die Anforderungen der Bundesbürger sind zahlreich. Allen voran soll der Urlaub sein Geld wert sein und die Grundmotive ‚Erholung‘ und ‚Kontrast zum Alltag‘ befriedigen“, erklärt der wissenschaftlichen Leiter der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen, Professor Dr. Ulrich Reinhardt. „Gerade letzteres wird in einem gefühlt immer unsicheren Alltag zunehmend wichtiger.“

Mehr Details zu den Ergebnissen der Studie finden Sie hier…

 

IMPRESSUM

Herausgeber

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin

Verantwortlich: Jana Schimke
Vereinsregister: Amtsgerichts Charlottenburg,
95 VR 19679 Nz

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