Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)
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Fon 030/72 62 52-0, Fax 030/72 62 52-42
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Anlässlich einer Anfrage der BILD/B.Z. am 2. April 2026 teilt der DEHOGA Bundesverband mit:
Digitale Zahlungsoptionen sind in der Gastronomie längst Alltag – bereits 2021 boten laut Mastercard fast 90% der Betriebe bargeldloses Bezahlen an. Doch gerade für kleinere, inhabergeführte Unternehmen stellt die Umstellung auf digitale Zahlungssysteme weiterhin eine Herausforderung dar.
Sie müssen organisatorische Hürden überwinden, zusätzlichen bürokratischen Aufwand bewältigen und mit doppelten Kosten leben: Denn digitale Bezahlsysteme verursachen laufende Ausgaben, während Bargeldprozesse weitergeführt werden müssen. Besonders im ländlichen Raum erschwert eine mangelhafte digitale Infrastruktur den verlässlichen Einsatz. Deutschland hinkt hier deutlich hinter Ländern wie Schweden oder sogar Indien her. Hinzu kommen Risiken durch Cyberangriffe sowie eine starke Marktkonzentration bei Kartenzahlsystemen auf außereuropäische Anbieter, die den Wettbewerb einschränkt und Unternehmen abhängig macht.
Der DEHOGA spricht sich für praxisnahe, unbürokratische und der Nachfrage der Gäste entsprechenden Rahmenbedingungen aus, sollte eine gesetzliche Verpflichtung zur digitalen Zahlung eingeführt werden. Kleine und mittlere Betriebe brauchen Entlastungen – etwa durch schrittweise Übergangsregelungen oder Schwellenwerte. Zusätzlich notwendig sind ein flächendeckender Ausbau der digitalen Infrastruktur, eine effektive Bekämpfung von Cyberkriminalität sowie die Förderung europäischer Zahlungslösungen. Ziel ist ein sicherer, fairer und souveräner Zahlungsverkehr – ohne Abhängigkeit von marktbeherrschenden Großkonzernen.