Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
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Senden klare Signale aus Hamburg an die Politik – die DEHOGA-Caterer bei ihrer Mitgliederver-sammlung am 13. März 2026: (v.l.) Peter Theissen (WISAG Catering), der stellvertretende Vorsit-zende Andreas Oellerich (apetito catering), der Vorsitzende Jörg Rutschke (SV Deutschland), Schatzmeister Thomas Korn (ISS Facility Services), Christian Niemeyer (Sodexo Services), die stell-vertretende Vorsitzende Cornelia Härtel (RWS Cateringservice) sowie Dr. Christian Funk (Compass Group) zusammen mit DEHOGA-Bundesgeschäftsführerin Jana Schimke (vorne rechts) und ihrer Vorgängerin Ingrid Hartges. Nicht im Bild: Bernd Freier (Dussmann Service Deutschland), der hybrid an der Sitzung teilgenommen hat.
Foto: DEHOGA
(Berlin/Hamburg, 17. März 2026) Die Caterer im DEHOGA drängen auf einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel und fordern, 2026 zum Jahr der Reformen zu machen. Bei ihrer Mitgliederversammlung am 13. März 2026 anlässlich der internationalen Leitmesse für Hospitality und Foodservice INTERNORGA in Hamburg warnten die Unternehmensvertreter vor neuer Regulierung. Die Pläne zur Tierhaltungskennzeichnung bei Schweinefleisch auf den gesamten Außer-Haus-Markt seien europarechtswidrig und ein völlig falsches Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Der Vorsitzende der Caterer im DEHOGA, Jörg Rutschke, ordnete die aktuellen Entwicklungen ein: „Die sieben Prozent Mehrwertsteuer sind richtig und wichtig. Sie schaffen fairen Wettbewerb und wirken stabilisierend.“ Gleichzeitig setzten stark gestiegene Personal- und Lebensmittelkosten sowie eine verhaltene Nachfrage der Branche zu.
Die DEHOGA-Bundesgeschäftsführerin Jana Schimke forderte einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel. „Wir müssen aus der Krise herauskommen und brauchen Wachstum in Deutschland“, sagte sie. 2026 müsse zum Jahr der Reformen werden, die Zeit dränge. Der DEHOGA fordert konsequenten Bürokratieabbau, flexible Arbeitszeiten und spürbare Entlastungen bei Steuern und Abgaben. Für die dringend benötigte Umstellung der Tageshöchstarbeitszeit auf eine Wochenhöchstarbeitszeit hat der Verband flankierend zur politischen Arbeit im Februar seine Kommunikationskampagne „Wochenarbeitszeit jetzt“ erfolgreich gestartet.
Darüber hinaus verständigten sich die Caterer auf weitere zentrale Themen der Verbandsarbeit für 2026 und 2027. Im Fokus bleibt die Kita- und Schulverpflegung. Zudem wird es um die Frage gehen, wie die Branche vor überflüssiger Regulierung geschützt werden kann. So lehnen die Caterer eine Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf den Außer-Haus-Markt ab. Aus Sicht der Branche würde sie vor allem zusätzlichen Aufwand und neue Bürokratie verursachen – ohne Mehrwert für die Gäste. „Unsere Speisekarten dürfen nicht zum Beipackzettel werden“, warnte Rutschke. Gerade in Zeiten globaler Krisen und wirtschaftspolitischer Unsicherheiten seien neue Belastungen durch zusätzliche Kennzeichnungspflichten das völlig falsche Signal. „Die Bundesregierung trägt jetzt eine besondere Verantwortung. Sie muss sehr genau abwägen, was unsere Wirtschaft stärkt – und was die Betriebe zusätzlich unter Druck setzt.“