Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)


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Umwelt und Nachhaltigkeit

Der Tourismus ist einer der größten Wirtschaftszweige der Welt. In Deutschland entfallen 60 Prozent der touristischen Umsätze auf Hotellerie und Gastronomie. Das Gastgewerbe mit seinen mehr als 220.000 Betrieben und rund 1,8 Millionen Arbeitsplätzen stellt somit einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Deutschland dar.

Ein gewerblicher Einzelbetrieb trägt zu einer weitaus größeren Umweltbelastung bei als ein Privathaushalt. Durch eine umweltorientierte Betriebsführung lassen sich jedoch ökologische und ökonomische Schwachstellen aufdecken. Durch entsprechende Maßnahmen kann man wirtschaftliche Potenziale erschließen sowie die Umweltbelastung reduzieren.

Frühzeitig hat der DEHOGA hier die besondere Verantwortung des Gastgewerbes als Hauptleistungsträger des Tourismus erkannt und seine Mitglieder bei allen Fragen rund um das Thema Energiesparen und Umweltschutz unterstützt. So entwickelte der Arbeitskreis Umwelt des DEHOGA gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium schon in den 90er Jahren den 40-Punkte-Katalog und die CD „Kosten senken durch Umweltschutz“. Die DEHOGA Energiekampagne setzt vergangene Initiativen des DEHOGA Bundesverbandes zu einer umweltorientierten Betriebsführung fort.

HIER gelangen Sie zur DEHOGA Energiekampagne.

DEHOGA Umweltcheck – Die praktische Lösung für den Mittelstand

Der Umweltcheck ist Instrument des Verbandes, um Ökologie und Ökonomie zu verbinden ist der DEHOGA Umweltcheck, der den mittelständischen Hoteliers und Gastronomen eine praktikable und finanzierbare Lösung an die Hand gibt, ihr Umweltengagement der Öffentlichkeit gegenüber klar und transparent darzustellen. Der DEHOGA Umweltcheck wurde für die spezifischen Anforderungen des Gastgewerbes und seiner vorranging klein- und mittelständisch geprägten Betriebe konzipiert und schließt die Lücke zwischen dem Einstieg in das betriebliche Umweltengagement, zum Beispiel der Teilnahme an der DEHOGA Energiekampagne, und sehr anspruchsvollen und teilweise kostenintensiven Umweltauszeichnungen oder Umweltmanagementsystemen wie der Ökoblume, EMAS oder ISO 14001.

Alle mit dem DEHOGA Umweltcheck ausgezeichneten Betriebe werden auf der Internetseite unter www.dehoga-umweltcheck.de veröffentlicht. Dort finden sich auch alle weiteren detaillierten Informationen zum DEHOGA Umweltcheck.

Viabono – Die Umweltdachmarke im Tourismus

Der DEHOGA Bundesverband setzte schon früh Akzente für einen ökologischen Tourismus und unterstützte die Einführung der bundesweiten Dachmarke „Viabono“. Unter dem Motto „Reisen natürlich genießen“ stellte sich Viabono im Jahr 2001 der Öffentlichkeit vor. Seitdem bietet die Marke umweltorientierten Betrieben in Hotellerie und Gastronomie eine ideale Vermarktungsplattform.

Unter der Marke Viabono wird die Nachfrage nach umweltorientierten Reiseangeboten gebündelt und verstärkt. Kernaufgabe von Viabono ist die professionelle Vermarktung von umweltorientiertem und qualitätsbewusstem Tourismus aus Deutschland. Das verschafft den Anbietern wichtige Wettbewerbsvorteile. Fast 500 Betriebe aus Hotellerie und Gastronomie, aber auch Tourismusgemeinden oder Naturparks setzen die Idee des nachhaltigen Reisens heute engagiert in die Tat um.

„Viabono – Reisen natürlich genießen”

Viabono – die Tourismus-Marke für alle, die natürlichen Genuss in Deutschland anbieten. Viabono trägt damit den Wünschen der Reisenden Rechnung. Das Bedürfnis nach Erholung und Erlebnis in einer natürlichen Umgebung nimmt weiter und stetig zu.

Ob Gesundheit oder Wellness, das unverfälschte Naturerlebnis mit der Familie oder einfach nur Kulinarisches frisch aus der Urlaubsregion, Ihr Gast will verwöhnt werden. Die Marke Viabono und Ihre Partner garantieren dieses besondere Urlaubserlebnis, eben Reisen natürlich genießen.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) unterstützt nachhaltig die bundesweite Dachmarke für den ökologischen Tourismus "Viabono Reisen - natürlich genießen". Bereits bei Konzeption und Umsetzung hat sich der DEHOGA aktiv eingebracht und die Entwicklung von Viabono wesentlich mitgestaltet.

Mit der Wahl des Bundesvorsitzenden des DEHOGA Arbeitskreises-Umwelt, Ullrich Langhoff, zum Vorsitzenden des Viabono Trägervereins, ist sichergestellt, dass Viabono auch zukünftig die Interessen von Hotellerie und Gastronomie hinreichend berücksichtigt.

Gründungsmitglieder

  • ADAC, Allgemeiner Deutscher Automobil-Club,
  • BVCD, Bundesverband der Campingunternehmer Deutschlands,
  • DEHOGA, Deutscher Hotel- und Gaststättenverband,
  • DHV, Deutscher Heilbäderverband,
  • DJH, Deutsches Jugendherbergswerk,
  • DLR, Deutscher Landkreistag,
  • DNR, Deutscher Naturschutzring,
  • DTV, Deutscher Tourismusverband,
  • Forum anders reisen, NABU, Naturschutzbund Deutschland,
  • ÖTE, Ökologischer Tourismus in Europa,
  • VCD, Verkehrsclub Deutschland.


Viabono, das ist Reisen für Naturgenießer. Die Dachmarke wurde Ende 2001 von allen wichtigen Interessengruppen für eine nachhaltige Tourismusentwicklung in Deutschland, darunter auch des DEHOGA, aus der Taufe gehoben und entwickelt sich insbesondere seit Beginn des Außenmarketings vor etwa einem Jahr zur Erfolgsgeschichte.

Weitere Informationen zu Viabono unter www.viabono.de.

Lebensmittelabfälle vermeiden

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges beim Pressetermin am 30. Mai 2012 in Berlin. © BMELV

Die Reduzierung von Lebensmittelabfällen geht alle an. Politik, Wirtschaft und Verbraucher sind gleichermaßen gefordert. Im Gastgewerbe liegt es in der Natur der Sache, Einkauf und Wareneinsatz so zu kalkulieren, dass mit der richtigen Portionsgröße und einer professionellen Einkaufspolitik Lebensmittelabfälle vermieden werden.

Eine effiziente Verarbeitung von Lebensmitteln ist daher ein fester und wichtiger Bestandteil der dualen Ausbildung und dem umfassenden Weiterbildungsangebot in den Gastronomieberufen.

In enger  Zusammenarbeit mit den Berufsschulen lernen die jungen Auszubildenden in ihren Betrieben einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln und deren Verarbeitung und Zubereitung.

So überrascht es auch nicht, dass der Anteil von Gastronomie und Hotellerie an Lebensmittelabfällen einer Studie der EU-Kommission zufolge bei 14 Prozent liegt. Gemessen an der Menge der verarbeiteten Lebensmittel und der Zahl der Gäste erscheint diese Zahl geradezu gering  im Vergleich zum Anteil an Lebensmittelabfällen von 42 Prozent in den deutschen Privathaushalten und 39 Prozent in der deutschen Lebensmittelindustrie. Das zeigt: In der Regel schmeckt es den Gästen und die Teller sind leer.

Und dennoch räumen Hotellerie und Gastronomie dem Thema große Priorität ein. Schon allein aus betriebswirtschaftlichen Gründen haben die gastgewerblichen Unternehmer kein Interesse daran, Lebensmittel wegzuwerfen und engagieren sich für eine ressourcenschonende Betriebspolitik. Dazu kommt, dass gerade das Gastgewerbe alles dafür tut, dass Lebensmitteln und ihrer Verarbeitung und Zubereitung eine höhere Wertschätzung entgegengebracht wird.

Somit ist es nur selbstverständlich, dass der DEHOGA auch ein vom Bundesverbraucherministerium initiiertes Bündnis gegen Lebensmittelabfälle unterstützt. Und mit einer Checkliste zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen gibt der DEHOGA  nun Hilfestellung für die Betriebe.

Bio mit Brief und Siegel in Gastronomie und Hotellerie

Jeder Gastronom, der heute in Deutschland Bio-Lebensmittel oder Ökolebensmittel anbietet und diese auf seinen Speisekarten oder seiner Werbung dementsprechend kennzeichnet, muss am Kontrollverfahren nach der EG-Öko-Verordnung teilnehmen.

Denn die Gäste und die Kunden sollen sich darauf verlassen können, dass Lebensmittel, die mit dem Wort „Bio“ oder „ökologisch“ beworben werden, auch tatsächlich biologisch oder ökologisch nach den einschlägigen Vorschriften hergestellt wurden.

Als die zuständigen Behörden die Bio-Zertifizierung im Jahr 2003 auch für Gastronomen zur Pflicht machten, stieß die neue Regelung bei vielen Gastronomen auf große Skepsis. Mittlerweile erreichen den DEHOGA immer mehr positive Rückmeldungen gastgewerblicher Unternehmer, die nach einer erfolgten Zertifizierung mit Bio-Produkten gute Erfahrungen gemacht haben und das Bio-Siegel als Gütesiegel gerne nutzen.

Derzeit gibt es 16 so genannte „Bio-Mentoren“ aus bio-zertifizierten Küchen, die mit großer Fachkompetenz, fundiertem Sachverstand und einem reichen Erfahrungsschatz ihren an „Bio“ interessierten Kollegen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Was zu tun und zu beachten ist, wenn man mit dem Einsatz von Bio-Produkten werben will, und sei es nur die Verwendung des Wortes „Bio“ oder „Öko“ in der Speisekarte, ist in der Broschüre "Bio mit Brief und Siegel in Gastronomie und Hotellerie" kurz und anschaulich dargestellt.

DOWNLOAD der Broschüre "Bio mit Brief und Siegel"

RA Stephan Büttner
stellv. Geschäftsführer
buettner​[at]​dehoga.de

Matthias Meier
Referent
meier​[at]​dehoga.de